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Parteien in Deutschland

Die Alternative für Deutschland, AFD, wurde am 6. Februar 2013 in Berlin gegründet. Entstanden ist sie aufgrund der Euro-Rettungspolitik. Sie gewann bereits bei der Europawahl 2014 überregionale Mandate. Bei den Landtagswahlen 2014 zog sie in die Parlamente von Brandenburg, Sachsen und Thüringen ein. Im Jahr 2015 folgten Hamburg und Bremen. Gründer der Partei war Bernd Lucke, der 2015 nach dem Parteitag in Essen wieder austrat. Als Begründung gab er ausländerfeindliche und anti-islamistische Tendenzen in der Partei an.

Bundesvorstand

Zum Bundesvorstand gehören:

Dr. Frauke Petry. Sie wurde 1975 geboren, hat vier Kinder und ist seit 2007 Unternehmerin. Neben verschiedenen Unternehmerpreisen erhielt sie den Bundesverdienstorden. Sie ist Vorsitzende des Landesverbandes Sachsen und gleichzeitig Fraktionsvorsitzende der AfD im Landtag Sachsens.

Prof. Dr. Jörg Meuthen wurde 1961 in Essen geboren. Er hat fünf Kinder und ist seit 1996 als Professor an der HS Kehl beschäftigt.

Politischer Leitpfaden

Die Eurokrise hat die AfD erst hervorgebracht. Das Ziel der Partei ist es, die Eurozone aufzulösen beziehungsweise diese umzugestalten. Gelingen soll dies mit einer eigenen nationalen Währung, die parallel zum Euro eingeführt werden soll. Außerdem bejaht die Partei die Zuwanderung von integrationswilligen Menschen nach kanadischem Vorbild. Weiterhin will die AfD stärker die Familien mit Kindern fördern. Die Alternative für Deutschland lehnt außerdem eine europäische Bankenunion strikt ab. Sie fordert deshalb die Re-Nationalisierung des Bankensektors.

Von der Finanzpolitik zur Fremdenfeindlichkeit?

Ursprünglich ist die AfD aus einer Anti-Euro-Bewegung entstanden. Hier versammelten sich Mitglieder, die die D-Mark wiederhaben wollten. In der Zwischenzeit kommen aus der Partei auch Töne, die manche für fremdenfeindlich halten. Der Eindruck ist durch die rassistischen Äußerungen von Björn Höcke entstanden, der mittlerweile beurlaubt wurde. Doch schon damals zeigte sich ein rechter Unterton und in Zeiten der Flüchtlingskrise wundert es nicht, dass die Partei dadurch einen so großen Zustrom in der Bevölkerung gefunden hat. Viele sind erst dadurch zum Anhänger der Partei geworden.

Es stellt sich allerdings die Frage, wie viel Fremdenfeindlichkeit der Partei zuzumuten ist, ohne dass sie in der Wählergunst wieder sinkt. So einfach kann auf das Thema nicht eingegangen werden, denn der Unmut in der Bevölkerung wächst durch den großen Ansturm an Flüchtlingen. Es hat nicht gleich etwas mit Fremdenhass zu tun, wenn man von dem großen Flüchtlingsandrang in unser Land nicht gerade begeistert ist. Deshalb ist auch schwer, diese Partei einzuordnen, zumal die Gründung noch nicht allzu lange her ist. Genau bei dem Thema Flüchtlingspolitik kann die Alternative für Deutschland Erfolge in Sachen Wählerschaft verbuchen. In wie weit das bis zur nächsten Bundestagswahl, wann immer die sein wird, anhalten wird, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall ist die AfD eine Partei, mit der zu rechnen ist. Den Unmut in der Bevölkerung sollte man nicht unterschätzen.

Wie sich die Partei letztendlich entwickeln wird und ob die rechten Strömungen an Einfluss gewinnen werden, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall mischt sie die Parteienlandschaft in Deutschland so richtig auf und die etablierten Parteien werden unter Umständen das Nachsehen haben. Noch nie war die Situation in Deutschland so brisant, wie heute.